04.09.2013 – Las Vegas aus der Luft

by in Las Vegas

*Ziiirp Ziiiirp Ziiirp* mein iPhonewecker mit Grillenton zirpte heute um 06.30 Uhr los! So früh werde ich wohl die ganzen Ferien nicht mehr aufstehen, aber heute mache ich endlich mal was, was ich eigentlich schon lange mal machen wollte: Skydiven! Ich hüpfte schnell unter die Dusche und nahm im Bad (um den noch schlafenden Andrea im Bett nicht zu nerven) mein Frühstück zu mir. Es bestand aus dem Abendessen vom gestrigen Chinatown besuch, mhhhh lecker :). Eine 30 minütige Fahrt nach Boulder City lag vor mir, eine idyllische Kleinstadt in der nähe des Hoover Damms. Dort angekommen, gab es bereits Strassenschilder die mich zum kleinen Flugplatz lotzten.

Dort angekommen sah ich schon die Busse des Skydivingunternehmens. Ich begab mich in das Büro , wo bereits andere Leute anwesend waren. Schnell bekam ich einige Unterlagen und wir mussten uns in ein Zimmer setzen um den Vertrag durchzulesen und zu unterschreiben. Ein bisschen mulmig wurde mir schon :), denn quer über den Vertrag prangte ein Wort „DANGER!“. Dazu kam noch, das die Sterblichkeitsrate ausgerechnet wurde und man durch die Unterschrift beinahe seine Seele verkauft. Man darf den Anbieter nicht anklagen, wenn etwas passiert ist man selbst schuld etc pp. Aber ich glaube in Amerika muss man sich so als Unternehmen absichern, sonst kann man auch, wie eine Dame aus der USA, McDonalds wegen dem zu heissen Kaffee anklagen. Natürlich unterschrieb ich das Ding. Meine 3 Mitspringer und ich wurden danach die 2 Posen im Skydiven eingetrichtert. Wichtig ist einfach, dass man wie eine gekrümmte Banane den Rücken durchdrückt und mit dem Kopf hinauf schaut. Nachdem jeder diese Posen vorgezeigt hat ging es los in den Hangar die Jumpsuits und die Gurte anziehen. Voll ausgerüstet ging es relativ schnell nach draussen, wo wir ein kleines Flugzeug bestiegen. 6 Springerpaare sassen nun in dem kleinen Teil im Flugzeug und sofort fing es an zu der Startbahn zu rollen und abzuheben.

Wow was für ein Gefühl! Nur schon der Flug zum eigentlichen Sprung war genial. Fliegen ist doch einfach schön :). Nach ca 15 Minuten erreichten wir bald die Absprunghöhe. Ich konnte Las Vegas sehen, den Strip, Las Vegas Downtown, Boulder City, Lake Mead und den Hoover Dam. Was für eine Aussicht! Eine durchsage des Piloten drang durch das Flugzeug. Es war Zeit die Türe zu öffnen. Ich war mit meinem Instruktor ganz hinten, das heisst ich konnte beobachten wie die anderen Sprangen. Der Wind peitschte durch das Flugzeug und es wurde recht kühl. Wir waren ja auch 4500 Meter hoch! Fast im sekundentakt sprangen die Zweiergespanne vor mir ins nichts und schon waren wir an der Reihe. Brille an… an den Rand des Ausgangs hocken und schon gings los, freier Fall! Irgendwie realisiert man das gar nicht so, jedenfalls nicht beim ersten Sprung. Das Gefühl war unbeschreiblich und ich würde das Erlebnis jedem weiterempfehlen!
Schon früher als ich dachte, öffnete der Fallschirm und wir segelten Richtung Flugplatz. Ich durfte als Gleitschirmler sogar die Zügel in die Hand nehmen und einige Spiralen fliegen. Leider hat der Fallschirm nicht gerade die besten Gleiteigenschaften und darum waren wir nach wenigen Minuten am Boden. Wow! Die Landung war Sanft und ich begab mich wieder ins Büro um auf die Aufnahmen zu warten, die auf eine DVD gebrannt wurden. In dieser Zeit konnte ich nochmals meinen Adrenalinspiegel sinken lassen und auf das Erlebte zurückblicken. Nach ca 10 Minuten bekam ich die DVD und ich fuhr los Richtung Hotel.

Nach einem kurzen Austausch per SMS mit Andrea, machte ich eine Routenänderung zu der Mall „Las Vegas Premium Outlets North“. Wir trafen uns dort und machten dort einige letzte Besorgungen für unseren Kleiderschrank. Um 13.30 Uhr stattete ich noch einen kleinen Besuch im Subway ab und gönnte mir ein leckeres Avocado/Turkey/Bacon Sandwich, lecker! Den restlichen Nachmittag wollte ich eigentlich am Hotelpool mit Schlafen und Baden überbrücken, aber nach 30 minütigem Aufenthalt wurde das ganze Areal evakuiert :). Gewittergefahr, super. Also begab ich mich ins Hotelzimmer. Auf dem Weg dorthin kam mir noch Andrea in Badehosen entgegen, dem ich gleich die gute News übermitteln konnte. Ich holte noch ein bisschen den fehlenden Schlaf von heute Morgen nach und gegen 18.30 Uhr fuhren wir los ins Hooters.

Was nimmt man im Hooters? Natürlich die weltbekannten Wings. Ich entschied mich für scharfe Version „3 Miles Island“ und Andrea für „Medium“. Zum trinken gab es bei mir wie gewohnt ein Coke und Andrea entschied sich für seine erstes Bier in den USA: Ein Bud Light :P. Wir verschlangen die Wings in nullkommanix, wobei meine Zunge und Lippen fast in Flammen aufgingen :). Gestärkt waren wir nun für unseren Erkundungstrip des Strips bereit.

Wir starteten im MGM Grand und bahnten unseren Weg zum New York New York. Schon dort machten wir einen kleinen Halt in einem Irish Pub, das ich noch von der letzten Reise kannte. Ich genehmigte mir ein Guiness und Andrea ein Magners. Das New York New York sieht von Aussen recht speziell aus. Es zeigt die Skyline von New York inkl. Freiheitsstatue, crazy! Nach dem Zwischentrunk und guter irischer Livemusik zockte Andrea an der Ghostbuster Slotmachine und gewann Prompt 13 Dollar. Wir zogen danach weiter, vorbei an Monte Carlo, Aria, Planet Hollywood, Bellagio (und sein Springbrunnen), Paris, Caesars Palace, Flamingo, The Mirage, The Venetian bis zum Treasure Island Hotel. Dort nahmen wir ein Taxi zum New York New York zurück, wo wir 12 Dollar zahlten und uns zum MGM Grand in unser Mietauto begaben.

Morgen müssen wir bereits auschecken und am Abend gehts weiter nach Miami. Gute Nacht!

2 Responses to “04.09.2013 – Las Vegas aus der Luft”

  1. From En Flüügerveteran (Papi):

    Hoi zäme

    Im alten Fliegerlatein heisst es – Verlasse nie ein Flugzeug das noch flugfähig ist – oder – Ein Fallschirm ist kein Sportgerät sondern ein Rettungsmittel – !! Ich hoffe, dass es trotzdem Spass gemacht hat.

    Die Retortenstadt LV hab ich auch zweimal erlebt, alles sehr speziell, amerikanisch eben.

    Im angepeilten Florida ist es um diese Jahreszeit sehr feucht und heiss. Es sollte also immer eine Klimaanlage in Reichweite sein…!

    Hier hatten wir eine sehr schöne Spätsommerwoche. Aber man spürt den Herbst schon deutlich. Die Kühe sind im Alpthal immer noch auf der Weide….

    Ich wünsche Euch noch viel Spass und ich werde dranbleiben mit lesen.

    Liebe Grüsse

    Papi

    Posted on September 8, 2013 at 16:11 #
    • From Jeremy Haas:

      Hoi Papi,

      das Flugzeug war noch flugfähig, aber technisch hat mich der Fallschirm nach dem 1 minütigen freien Fall gerettet ;).

      Im Moment sind wir in Miami und die Sonne hat sich bis anhin wenig gezeigt. Es ist aber trotzdem sehr heiss und feucht, sodass man hier und da ein kühles Bier oder ein Eiskaffee zu sich nehmen muss ;). Oder man huscht von Laden zu Laden und klimatisiertem Bus zum nächsten Bus :).

      Ich hoffe ihr bekommt in der Schweiz auch noch ein bisschen länger den Sommer ab.

      Bald geht es bei uns noch weiter in den Süden, nämlich in die Keys! Übermorgen werden wir unseren Mietwagen fassen und losfahren…

      Lieber Gruss aus Miami,
      Jeremy

      Posted on September 9, 2013 at 06:40 #

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