07.09.2013 – Miami Downtown & Little Havanna

by in Miami

Heute stand Miami Downtown, Bayside und Little Havanna auf dem Plan. Wir starteten den Tag, indem wir bei Hernandez, einem klitzekleinen versteckten Laden, das sogenannte „Easy Ticket 1-Day Pass“ kauften. Das Ticket ermöglicht für 5 Dollar unlimitierte fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmittel von Miami. Dazu gehören die Busse (Metrobus), sowie die Züge (Metrorail). Der alte zerbrechliche Mann, wahrscheinlich Hernandez selbst :), programmierte die Karten und händigte diese aus. Gleich vor dem Laden gab es eine Bushaltestelle, die Miami Downtown anfuhr. Glücklicherweise kam nach kurzer Zeit ein Bus, der uns zur Omnibus Station in Miami Downtown fuhr. Was zu erwähnen ist: Es gibt hier keinen Fahrplan! Die Busse kommen und gehen wann sie wollen. Es kann also auch sein, dass eine halbe Stunde nichts kommt und dann plötzlich zwei gleiche Busse hintereinander. Und wenn wir schon bei den Bussen sind: Um einen Halt zu verlangen muss man an der Leine ziehen (es gibt keine Knöpfe).

Bei der Endstation angekommen, stiegen wir in die kostenlose Metromover Bahn um. Dieser fährt über dem Boden, autonom, klimatisiert und ist mit kostenlosem WiFi ausgestattet. Wie modern ist denn das? Es fährt mehr oder weniger einen Rundkurs und nach fast einer ganzen Umrundung stiegen wir an der 1st Street aus. Zu Fuss erkundeten wir nun die Strassen von Miami und landeten schlussendlich im Pollo Tropical, eine Restaurantkette welches allerlei Geflügel anbietet. Ich habe ein leckeren Wrap genommen und Andrea entschied sich für grilliertes mit Reis und schwarzen Bohnen. Mit gefülltem Magen und einem Nachtisch Caramel Macchiato aus dem Starbucks nebenan, liefen wir zum Bayfront Park. Dort steht ein grosser Brunnen und natürlich ist diese Szenerie in vielen Filmen benutzt worden. Dexter Fans werden eventuell das Bild wiedererkennen und wenn nicht schaut nochmals S01E01 ;). Am Meer entlang schlenderten wir nach Bayside, einer kleinen Einkaufs- und Restaurantmeile am Hafen. Die Sonne schien nicht einmal, aber es war so heiss und feucht, das sich erste Schweissflecken auf dem T-Shirt bildeten. Wir entscheiden uns dann im Hooters abzukühlen und das natürlich am besten mit einem kühlen amerikanischen Bier. Zufällig lief im TV ein Footballspiel, welches lautstark von den Gästen (bzw. ganz Hooters) unterstützt wurde. Wir haben interessiert mitgeschaut (obwohl uns nicht alle Regeln klar waren) und schlussendlich hat Miami auch gewonnen! Wooohooo!

Nach der Erfrischung wollten wir Little Havanna besuchen. Wir liefen zu einer Bushaltestelle, welches ein wenig abgelegt war und warteten sitzend auf dem Randstein darauf. Nach ca. 20 Minuten kam dann endlich einer, aber wir haben nicht rechtzeitig gewunken und darum fuhr dieser auch einfach so an uns vorbei :(. Das Glück meinte es aber nicht schlecht mit uns, darum kam auch eine Minute später von derselben Linie ein Bus. Der Fahrer begrüsste uns mit der Frage „Why didn’t you take the other bus?“. Ich antwortete einfach: „We missed it!“. Keine Ahnung was er mit der Frage andeuten wollte. Nach 20 Minütiger fahrt erreichten wir Little Havanna. Von dort aus ging es zu Fuss weiter und wir liefen durch das kubanische Viertel. Irgendwie gab es hier absolut keine Touristen! Auch war hier fast nichts auf Englisch angeschrieben und die Einheimischen dort sahen einen beim Vorbeilaufen komisch an. Nach einigen Blocks entschieden wir uns weiter zu ziehen, um im Restaurant Versailles Nacht zu essen. Das Essen dort sei laut Tripadvisor und Yelp superlecker und man solle unbedingt den kubanischen Kaffee probieren. Gelesen, getan! Ich bestellte Lammschenkel mit Reis und Andrea hat sich kubanisches Rindfleisch mit Reis und was Unerklärlichem bestellt. Ich habe auch davon probiert und wusste nicht was es sein sollte. Nach diesem Festmahl gingen wir zu der Durchreiche, bei dem man von Aussen Kaffee bestellen konnte. Wir gönnten uns ein Coffee Cubano für je 85 Cent und ich war sofort beeindruckt vom herrlichen Geschmack des Kaffees! Mhhhhhhhhhh…..!!!

Nach diesem leckeren Abschluss, im kubanischen Viertel Miamis, machten wir uns auf den Nachhauseweg. In South Beach selbst, erkundeten wir dann die Strandpromenade, wo Restaurant/Bar an Restaurant/Bar gereiht sind. Es waren fast zu viele Leute dort unterwegs und darum besuchten wir eine Bar, welches auf Reddit empfohlen wurde. Es war sehr gemütlich, aber nach einem Bier gingen wir einige Blocks weiter in ein Irish Pub. Dort gönnten wir uns ein Guiness und spielten schlussendlich ein 2 gegen 2 Billiard gegen einheimische Miami’ler. Das Spiel blieb bis zum Schluss spannend und ausgeglichen, bis Andrea am Schluss die schwarze und weisse Kugel gleichzeitig versenkte :P. Naja, lustig wars!

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